Was ist Intervalltraining? Mehr als nur Laufen

Intervalltraining kann eingesetzt werden, um Kraft, Ausdauer, Kondition oder eine Kombination aus allem zu verbessern. Entscheidend ist nicht Geschwindigkeit oder völlige Erschöpfung, sondern Struktur und ein klares Ziel.

Erfahre mehr über die Vorteile von Intervalltraining, wie du ein Intervalltraining sinnvoll aufbaust, und entdecke ein effektives Intervallworkout, das du zu Hause oder im Fitnessstudio ausprobieren kannst.

Was ist Intervalltraining?

Intervalltraining ist eine Trainingsmethode, bei der sich Phasen mit Belastung und Phasen mit Erholung oder geringerer Intensität abwechseln.


Intervalltraining ist nicht nur Laufen

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Intervalltraining immer Laufen oder Sprinten bedeutet. In Wirklichkeit lassen sich Intervalle auf nahezu jede Trainingsform anwenden. Wenn du Inspiration für Laufintervalle suchst, schau dir unsere Artikel zu Laufintervallen und Bergläufen an. (Link zu den Artikeln)


Intervalle machen das Training abwechslungsreich und motivierend

Die Vielfalt an Übungen und Trainingsformaten hilft, Langeweile zu vermeiden, und macht Intervalltraining für jedes Fitnesslevel geeignet. Durch wechselnde Intervalle, Übungen oder Trainingsschwerpunkte bleibt das Training körperlich und mental fordernd, während eine klare Struktur erhalten bleibt.


Du kannst Intervalltraining zum Beispiel einsetzen mit:

  • Kraftübungen wie Kniebeugen, Rudern, Drücken oder Kreuzheben

  • Übungen mit dem eigenen Körpergewicht wie Liegestütze, Glute Bridges oder rückwärtige Ausfallschritte

  • Gelenkschonendem Ausdauertraining wie Radfahren, Rudern, Schwimmen oder Crosstrainer

  • Core und Stabilitätsübungen wie Planks, Dead Bug oder Farmer’s Carry

HIIT, High Intensity Interval Training, ist eines der bekanntesten Beispiele für Intervalltraining. Es folgt demselben Prinzip aus Belastung und Erholung, nutzt jedoch meist höhere Intensitäten und kürzere Pausen. Dabei kannst du Kraft und Ausdauer in einem Workout kombinieren oder dich auf ein kraftorientiertes HIIT Training konzentrieren. Hier erfährst du mehr über HIIT und findest passende Trainingsbeispiele. (Link zum Artikel)

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So baust du ein Intervalltraining auf

Ein gutes Intervalltraining bringt Intensität, Erholung und Trainingsumfang in ein ausgewogenes Verhältnis. Ziel ist es, gefordert zu sein und gleichzeitig während des gesamten Trainings eine saubere Technik beizubehalten.


1. Lege dein Ziel fest

Überlege dir zuerst, was du trainieren möchtest.

  • Kraftorientierte Intervalle setzen auf kontrollierte Bewegungen und längere Pausen

  • Konditionsorientierte Intervalle nutzen höhere Intensität und kürzere Pausen

  • Intervalle für Anfänger legen den Fokus auf mehr Erholung und einfache Übungen

Dein Ziel bestimmt, wie intensiv du trainierst und wie viel Pause du brauchst.


2. Wähle Arbeits und Pausenzeiten

Gängige Intervallformate sind:

  • 30 Sekunden Belastung, 30 bis 60 Sekunden Pause

  • 40 Sekunden Belastung, 20 Sekunden Pause

  • 45 Sekunden Belastung, 75 Sekunden Pause

Für kraftorientierte Intervalle helfen etwas längere Pausen, um Technik und Muskelspannung zu erhalten. Kürzere Pausen eignen sich besser für konditionsorientierte Einheiten.

3. Die richtigen Übungen auswählen

Wähle Übungen, die zu deinem Ziel und deiner Trainingsumgebung passen.


Mehrgelenkige Übungen wie Kniebeugen, Rudern und Drücken eignen sich hervorragend für Ganzkörperkraft.


Gelenkschonende Übungen wie Dead Bug oder Bird Dog sind ideal für das Training zu Hause oder bei empfindlichen Gelenken.

Geräte können im Fitnessstudio hilfreich sein, um kontrollierte Kraftintervalle durchzuführen.


Welche Übungen passen gut zusammen?

Ein sinnvoller Ansatz ist es, zwischen verschiedenen Muskelgruppen zu wechseln. So kann sich ein Bereich erholen, während ein anderer arbeitet.


Gute Kombinationen sind:

  • Unterkörperübung gefolgt von Oberkörperübung

  • Druckbewegung gefolgt von Zugbewegung

  • Kraftübung gefolgt von Core oder Stabilitätsarbeit

Zum Beispiel sorgen Kniebeugen in Kombination mit Rudern oder Ausfallschritte mit Schulterdrücken für eine ausgewogene Belastung und gleichbleibende Leistungsfähigkeit im Training.


Wie viele Übungen solltest du einbauen?

Die meisten Intervallworkouts funktionieren am besten mit 5 bis 8 Übungen.

  • Weniger Übungen ermöglichen mehr Fokus auf Qualität und Technik

  • Zu viele Übungen können zu hektischen Wechseln und schlechter Ausführung führen

  • Anfänger profitieren häufig von 4 bis 6 Übungen, während Fortgeschrittene 6 bis 8 bewältigen

Das Ziel ist es, die Übungen über mehrere Runden zu wiederholen, nicht ständig neue Bewegungen einzuführen.


4. Lege die Anzahl der Runden fest

Die meisten Intervalltrainings dauern zwischen 15 und 40 Minuten.

  • Anfänger starten mit 2 bis 3 Runden

  • Fortgeschrittene trainieren häufig mit 3 bis 4 Runden

Mehr ist nicht immer besser. Qualität ist wichtiger als Trainingsvolumen.

Lass immer etwas Energie übrig, damit die Technik nicht leidet. Mit zunehmender Kraft kannst du das Gewicht erhöhen, Arbeits und Pausenzeiten anpassen oder eine zusätzliche Runde ergänzen.

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